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Wohnungsbau

Baugenehmigungen steigen im August um 6,8 Prozent, Umbauten legen kräftig zu

Im August wurden in Deutschland 20.600 Wohnungen genehmigt, 6,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn liegt das Plus bei 12,1 Prozent, getragen vor allem von Mehrfamilienhäusern.

Redaktion Bundesverbraucherblatt2 Min. Lesezeit

Baustelle eines neuen Mehrfamilienhauses mit Baukran in einer deutschen Stadt bei Tageslicht
Foto: VSchagow / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Die Bauaufsichtsbehörden in Deutschland haben im August 2026 den Bau von 20.600 Wohnungen genehmigt. Das waren 6,8 Prozent oder 1.300 Wohnungen mehr als im August 2025, wie das Statistische Bundesamt am Freitag, 16. Oktober 2026, mitteilte. Die Zahl umfasst Neubauten ebenso wie Umbaumaßnahmen in bestehenden Gebäuden. Damit setzt sich die Erholung bei den Genehmigungen fort, die im laufenden Jahr bereits deutlich sichtbar war.

Umbau wächst stärker als Neubau

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden im August 16.500 Wohnungen genehmigt, ein Plus von 4,2 Prozent oder 700 Wohnungen. Deutlich kräftiger fiel der Zuwachs bei Umbauten aus: Durch Umbaumaßnahmen in bestehenden Gebäuden sollen 4.200 Wohnungen entstehen, 18,2 Prozent oder 600 mehr als ein Jahr zuvor. Damit entfällt rund jede fünfte im August genehmigte Wohnung auf den Umbau vorhandener Bausubstanz.

Kräftiges Plus seit Jahresbeginn

Von Januar bis August 2026 wurden insgesamt 169.400 Wohnungen genehmigt, 12,1 Prozent oder 18.300 mehr als im Vorjahreszeitraum. In neuen Wohngebäuden waren es 137.500 Wohnungen und damit 12,7 Prozent mehr. Die zahlenmäßig wichtigste Gebäudeart blieb das Mehrfamilienhaus mit 90.600 genehmigten Wohnungen, ein Anstieg um 14,5 Prozent. Auf Mehrfamilienhäuser entfallen damit rund zwei Drittel der Wohnungen in neuen Wohngebäuden.

Auch bei Eigenheimen zogen die Zahlen an. Für Einfamilienhäuser wurden 31.500 Wohnungen genehmigt, ein Plus von 7,8 Prozent. Bei Zweifamilienhäusern stieg die Zahl um 21,7 Prozent auf 10.000 Wohnungen. Rückläufig war allein die Entwicklung bei Wohnheimen, wo die Zahl um 2,0 Prozent auf 5.300 Wohnungen sank. In neuen Nichtwohngebäuden, etwa Wohnungen über Gewerbeflächen, wurden 2.900 Wohnungen genehmigt, 5,9 Prozent mehr. Umbaumaßnahmen in Wohn- und Nichtwohngebäuden kamen seit Januar auf 29.100 Wohnungen, ein Zuwachs von 10,1 Prozent.

Genehmigung ist nicht gleich Fertigstellung

Baugenehmigungen gelten als früher Hinweis auf die künftige Bauaktivität. Sie zeigen, was Bauherren planen, nicht aber, was tatsächlich gebaut und fertiggestellt wird. Zwischen Genehmigung und Bezug vergehen in der Regel Monate bis Jahre, genehmigte Vorhaben können sich verzögern oder ganz ausbleiben, wenn sich Finanzierungs- oder Kostenbedingungen ändern. Für die Lage auf dem Wohnungsmarkt sind die steigenden Genehmigungszahlen daher ein Signal, aber noch keine Entlastung.

Methodisch weist das Statistische Bundesamt darauf hin, dass die Angaben auf Meldungen der Statistischen Ämter der Länder beruhen, die im September vorlagen. Die Ergebnisse eines Berichtsmonats enthalten auch Nachmeldungen zu früher erteilten Genehmigungen, verspätete Meldungen fließen erst in spätere Monate ein. Einzelne Monatswerte können deshalb schwanken, aussagekräftiger ist die Entwicklung über mehrere Monate. Die Kumulation von Januar bis August zeigt allerdings ein Bild, das sich nicht allein mit Zufallsschwankungen erklären lässt: Der Zuwachs zieht sich mit Ausnahme der Wohnheime durch alle Gebäudearten.

Quellen

BaugenehmigungenDestatisNeubauWohnungsbauWohnungsmarkt

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Grundlage der genannten Quellen erstellt. Mehr dazu in unseren Redaktionsgrundsätzen.

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