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Erzeugerpreise

Erzeugerpreise steigen so stark wie seit 2023 nicht, Heizöl ab Werk fast doppelt so teuer

Hersteller verlangten im September 6,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Treiber ist die Energie: Leichtes Heizöl verteuerte sich ab Werk um 91,8 Prozent, Pellets und Brennholz um 38,5 Prozent.

Redaktion Bundesverbraucherblatt2 Min. Lesezeit

Holzpellets als Symbol für stark gestiegene Preise für Brennstoffe in Deutschland
Foto: D-Kuru / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Die Preise, die Hersteller in Deutschland für ihre Produkte verlangen, sind im September so kräftig gestiegen wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, lagen die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte um 6,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Einen stärkeren Anstieg hatte die Behörde zuletzt im März 2023 mit 7,5 Prozent gemessen. Gegenüber August zogen die Preise um 1,9 Prozent an.

Energie als Haupttreiber

Ausschlaggebend war nach Angaben der Statistiker die Energie. Sie verteuerte sich binnen Jahresfrist um 14,9 Prozent, allein gegenüber dem Vormonat um 5,8 Prozent. Am stärksten fielen die Aufschläge bei Mineralölerzeugnissen aus, die 51,3 Prozent mehr kosteten als ein Jahr zuvor. Leichtes Heizöl war mit einem Plus von 91,8 Prozent fast doppelt so teuer, Kraftstoffe legten um 48,6 Prozent zu. Das Bundesamt führt die Entwicklung bei Mineralöl auf die bewaffneten Auseinandersetzungen im Iran und im Nahen Osten zurück. Erdgas kostete in der Verteilung über alle Abnehmergruppen 15,0 Prozent mehr, Strom 8,2 Prozent. Fernwärme wurde dagegen um 0,5 Prozent günstiger.

Ohne Energie gerechnet lagen die Erzeugerpreise um 3,2 Prozent über dem Vorjahreswert und blieben gegenüber August mit einem Plus von 0,1 Prozent nahezu stabil. Der Preisschub konzentriert sich damit weitgehend auf Brenn- und Kraftstoffe.

Holzbrennstoffe und Metalle deutlich teurer

Bei Vorleistungsgütern, die Unternehmen für ihre eigene Produktion einkaufen, stiegen die Preise um 6,4 Prozent. Metalle verteuerten sich um 14,0 Prozent, Kupfer und Kupferhalbzeug sogar um 31,4 Prozent. Für Betonstahl verlangten die Hersteller 7,0 Prozent mehr, für Nadelschnittholz 6,9 Prozent. Grundstoffchemikalien kosteten 11,3 Prozent mehr, Düngemittel 8,9 Prozent. Für Haushalte, die mit Holz heizen, ist ein weiterer Wert von Bedeutung: Pellets, Briketts und Brennholz waren ab Werk 38,5 Prozent teurer als im September 2025. Investitionsgüter wie Maschinen und Fahrzeuge kosteten 2,4 Prozent mehr, langlebige Konsumgüter 2,2 Prozent.

Lebensmittel ab Werk günstiger

Gegenläufig entwickelten sich die Verbrauchsgüter, deren Preise um 1,8 Prozent sanken. Grund sind vor allem niedrigere Nahrungsmittelpreise, die insgesamt 4,1 Prozent unter dem Vorjahr lagen. Butter kostete ab Werk 34,8 Prozent weniger, Schweinefleisch 13,9 Prozent und Rindfleisch 9,9 Prozent weniger. Teurer wurden dagegen pflanzliche Öle mit einem Plus von 14,5 Prozent und Zucker mit 4,1 Prozent.

Frühindikator für die Verbraucherpreise

Die Erzeugerpreise erfassen die Verkaufspreise ab Fabriktor im Bergbau, im Verarbeitenden Gewerbe sowie in der Energie- und Wasserversorgung, einschließlich aller Steuern und Abgaben mit Ausnahme der Mehrwertsteuer. Sie gelten als Vorlaufindikator für die Inflation, weil Hersteller höhere Kosten häufig mit Verzögerung an Handel und Endkunden weitergeben. Wie stark und wie schnell das geschieht, hängt von Wettbewerb, Lagerbeständen und Vertragslaufzeiten ab.

Auf der Ebene der Verbraucher ist der Energieschub bereits angekommen. Die Inflationsrate lag im September nach Angaben des Bundesamts bei 3,3 Prozent und damit so hoch wie seit Dezember 2023 nicht mehr. Leichtes Heizöl kostete die Haushalte 74,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, Kraftstoffe 37,1 Prozent. Strom und Erdgas waren für Endkunden dagegen günstiger als im Vorjahr, was die Statistiker auch auf staatliche Maßnahmen zurückführen. Die zum 1. Oktober wirksame befristete Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe ist in den Septemberzahlen noch nicht enthalten.

Quellen

DestatisEnergiepreiseErzeugerpreiseHeizölInflationPellets

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Grundlage der genannten Quellen erstellt. Mehr dazu in unseren Redaktionsgrundsätzen.

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