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Spritpreise

Tankrabatt seit 1. Oktober: Benzin und Diesel günstiger, aber nicht vollständig

Seit dem 1. Oktober ist die Energiesteuer auf Kraftstoffe um rund 17 Cent je Liter gesenkt. Diesel wurde in der ersten Woche um 17,6 Cent billiger, Super E10 um 13,2 Cent. ADAC und vzbv mahnen die volle Weitergabe an.

Redaktion Bundesverbraucherblatt2 Min. Lesezeit

Tankrabatt seit 1. Oktober: Benzin und Diesel günstiger, aber nicht vollständig
Foto: Granpar / Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Die Preise für Benzin und Diesel sind nach dem Start des erneuten Tankrabatts gesunken, bei Super E10 aber weniger stark als die Steuerentlastung. Nach der Auswertung des ADAC vom 7. Oktober 2026 kostete ein Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt 2,126 Euro, 13,2 Cent weniger als eine Woche zuvor. Diesel verbilligte sich um 17,6 Cent auf 2,233 Euro je Liter.

Befristete Steuersenkung bis Jahresende

Seit dem 1. Oktober ist die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um etwa 14 Cent je Liter gesenkt, einschließlich Mehrwertsteuer entspricht das rund 17 Cent. Die Entlastung gilt bis Ende Dezember. Die Bundesregierung hatte sie beschlossen, nachdem die Kraftstoffpreise Rekordstände erreicht hatten. Die Preise waren seit Ende Februar 2026, dem Beginn des Iran-Kriegs, stark gestiegen. Bereits im Mai und Juni hatte es eine vergleichbare Entlastung gegeben.

Seit dem 1. April gilt zudem das sogenannte Österreich-Modell. Tankstellen dürfen ihre Preise danach nur noch einmal täglich um 12 Uhr anheben, Senkungen bleiben jederzeit möglich.

Unterschied zwischen Diesel und Benzin

Diesel bleibt damit pro Liter gut zehn Cent teurer als Super E10. Beim Diesel ist die Steuersenkung nach Einschätzung des ADAC weitgehend an der Zapfsäule angekommen. Bei Super E10 sei der Abstand zu den möglichen rund 17 Cent dagegen größer. Der Rohölpreis der Sorte Brent lag am 6. Oktober bei rund 100 Dollar je Barrel und damit etwa drei Dollar unter dem Wert der Vorwoche. Der Euro war zuletzt auf den niedrigsten Stand seit Mai 2025 gefallen. Angesichts des hohen Preisniveaus und des sinkenden Ölpreises sieht der Automobilclub Spielraum für weitere Preissenkungen und fordert die Mineralölkonzerne auf, die Entlastung vollständig weiterzugeben.

Zugleich verlangt der ADAC, die 12-Uhr-Regel wieder abzuschaffen. Sie habe die Preise nicht gesenkt und die Unterschiede im Tagesverlauf vergrößert, erklärte ADAC-Verkehrspräsident Peter König.

Verbraucherschützer verweisen auf Erfahrungen vom Frühjahr

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte zum Start am 30. September gewarnt, der Tankrabatt dürfe nicht erneut vor allem den Konzernen zugutekommen. Im Mai und Juni hätten die Mineralölunternehmen die Entlastung nicht vollständig an die Autofahrer weitergegeben. Vorständin Ramona Pop forderte, das Bundeskartellamt müsse die Unternehmen genau beobachten. Künftige Entlastungen sollten nach Auffassung des vzbv gezielt besonders belastete Haushalte erreichen statt pauschal allen zugutezukommen. Langfristig müsse die Abhängigkeit von fossilen Energien sinken. Bereits nach der ersten Entlastungsrunde im Frühjahr war darüber gestritten worden, in welchem Umfang die Steuersenkung bei den Kunden angekommen war.

Wie es weitergeht

Der Tankrabatt endet nach derzeitiger Rechtslage mit Ablauf des 31. Dezember 2026. Ob die Bundesregierung die Entlastung verlängert, ist offen.

Quellen

BenzinDieselEnergiesteuerSpritpreiseTankrabatt

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Grundlage der genannten Quellen erstellt. Mehr dazu in unseren Redaktionsgrundsätzen.

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