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Nahverkehr

Nahverkehr 2025: Etwas mehr Fahrgäste, aber kaum Zuwachs seit 2019

Bahnen und Busse im Nahverkehr haben 2025 rund 2 Prozent mehr Fahrgäste befördert. Seit 2019 ist die Nachfrage jedoch kaum gewachsen, und das Deutschlandticket erschwert die Zählung.

Redaktion Bundesverbraucherblatt2 Min. Lesezeit

Wartehäuschen einer Straßenbahnhaltestelle in Woltersdorf bei Berlin im Herbst
Foto: Picture taken by Marcus Cyron / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Bahnen und Busse im Nahverkehr haben 2025 etwas mehr Fahrgäste befördert als im Vorjahr. Nach vorläufigen Ergebnissen, die das Statistische Bundesamt (Destatis) am 8. Oktober 2026 veröffentlicht hat, stieg die Zahl der Fahrgäste im Linienverkehr mit Eisenbahnen und mit Bussen jeweils um rund 2 Prozent. Die Straßenbahnen verzeichneten keinen Zuwachs. Der längerfristige Vergleich zeigt, dass der Nahverkehr seit 2019 nur wenig hinzugewonnen hat.

Eisenbahn: längere Fahrten, kaum mehr Fahrgäste seit 2019

Im Eisenbahnnahverkehr zählte Destatis rund 2,8 Milliarden Fahrgäste. Sie legten zusammen etwa 66 Milliarden Personenkilometer zurück, 3 Prozent mehr als 2024. Gegenüber 2015 lag die Zahl der Fahrgäste um 10 Prozent höher. Der Großteil dieses Zuwachses entfiel allerdings auf die Jahre bis 2019, seither betrug das Plus nur rund 1 Prozent. Deutlich stärker wuchs die Verkehrsleistung: Die Personenkilometer nahmen innerhalb von zehn Jahren um 21 Prozent zu, weil die durchschnittliche Fahrt länger wurde. Sie stieg von 21 Kilometern im Jahr 2015 auf 23 Kilometer im Jahr 2025.

Bus und Straßenbahn treten auf der Stelle

Busse beförderten im Linienverkehr rund 5,5 Milliarden Fahrgäste. Die Verkehrsleistung blieb mit etwa 39 Milliarden Personenkilometern nahezu unverändert. Die Fahrgastzahl entsprach ungefähr dem Stand von 2019 und lag 1 Prozent über dem Wert von 2015. Eine durchschnittliche Busfahrt war rund 7 Kilometer lang.

Mit Straßenbahnen fuhren rund 3,9 Milliarden Fahrgäste, so viele wie im Vorjahr. Die Verkehrsleistung blieb bei etwa 17 Milliarden Personenkilometern. Im Vergleich zu 2019 waren es 5 Prozent weniger Fahrgäste, gegenüber 2015 rund 1 Prozent mehr. Die durchschnittliche Fahrt war gut 4 Kilometer lang.

Deutschlandticket erschwert die Zählung

Die Ergebnisse sind mit Unsicherheiten behaftet. Das Bundesamt weist darauf hin, dass das Deutschlandticket sowohl regional als auch über zentrale Vertriebsstellen verkauft wird. Anfang 2024 lagen den meldenden Verkehrsunternehmen keine umfassenden Daten über Verkäufe und Nutzungshäufigkeit in ihrem Gebiet vor. Das könne vor allem im Busverkehr zu einer Untererfassung geführt haben. Zudem sind automatische Fahrgastzählsysteme noch nicht flächendeckend im Einsatz. Gezählt werden Einstiege, wer mehrfach fährt, wird also mehrfach erfasst. Zahlen zur Nutzung des Deutschlandtickets selbst enthält die Mitteilung nicht.

Debatte um den Ticketpreis

Die Zahlen erscheinen kurz nachdem feststeht, dass der Preis des Deutschlandtickets 2027 auf 66,80 Euro im Monat steigt. Ein neuer Preisindex soll das jährliche politische Ringen um den Preis beenden. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hatte Ende September kritisiert, jährliche Erhöhungen könnten Menschen aus Kostengründen vom Ticket abhalten, und vor einer Preisspirale durch den automatischen Index gewarnt. Er verlangt zusätzlich einen bundesweit einheitlichen Tarif für Gelegenheitsfahrten. Ob die Preisentwicklung die Nachfrage beeinflusst, werden erst die Daten für 2026 und 2027 zeigen.

Quellen

BahnBusDestatisDeutschlandticketNahverkehr

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Grundlage der genannten Quellen erstellt. Mehr dazu in unseren Redaktionsgrundsätzen.

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