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Deutsche Bahn

Bahn verfehlt Pünktlichkeitsziel absehbar, Strecke Hannover-Berlin gesperrt

Im September kamen nur 52,4 Prozent der Fernzüge pünktlich an. Das Jahresziel von 60 Prozent rückt außer Reichweite. Seit dem 2. Oktober ist zudem die Schnellfahrstrecke zwischen Hannover und Berlin bis Dezember 2027 gesperrt.

Redaktion Bundesverbraucherblatt2 Min. Lesezeit

Bahn verfehlt Pünktlichkeitsziel absehbar, Strecke Hannover-Berlin gesperrt
Foto: Martin Falbisoner / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Die Deutsche Bahn hat im September 2026 im Fernverkehr eine Pünktlichkeit von 52,4 Prozent erreicht. Das geht aus den am 2. Oktober veröffentlichten vorläufigen Zahlen des Konzerns hervor. Es ist der zweitschlechteste Monatswert des laufenden Jahres. Im September 2025 hatte der Wert bei 55,3 Prozent gelegen. Als pünktlich gilt ein Halt, wenn der Zug weniger als sechs Minuten verspätet ankommt; ausgefallene Züge gehen in diese Quote nicht ein.

Jahresziel kaum noch erreichbar

Bahnchefin Evelyn Palla hatte für 2026 eine Pünktlichkeit von mindestens 60 Prozent im Fernverkehr ausgegeben. Diesen Wert übertraf die Bahn bislang nur im März, April und Mai.

  • Januar: 52,1 Prozent
  • Februar: 59,4 Prozent
  • März: 62,1 Prozent
  • April: 64,4 Prozent
  • Mai: 61,1 Prozent
  • Juni und Juli: jeweils 52,6 Prozent
  • August: 54,2 Prozent
  • September: 52,4 Prozent (vorläufig)

Die Reisendenpünktlichkeit, die Ausfälle und verpasste Anschlüsse einbezieht und eine Toleranz von knapp 15 Minuten am Zielbahnhof ansetzt, lag im September bei 58,6 Prozent. Im Regionalverkehr waren 88,2 Prozent der Züge pünktlich, ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahresmonat. Als Ursachen nennt die Bahn zahlreiche Baustellen an Knoten und Hauptstrecken sowie häufige Störungen an Anlagen. Zwischen Berlin und Wolfsburg mussten ICE wegen des schlechten Streckenzustands vielerorts langsamer fahren.

Hinzu kommen Zugausfälle, die in der Pünktlichkeitsstatistik nicht erscheinen. Nach einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion fielen im ersten Halbjahr 2026 rund acht Prozent der Fernzüge ganz oder teilweise aus, drei Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor.

Umleitung über Braunschweig und Magdeburg

Seit Freitag, dem 2. Oktober, ist die Schnellfahrstrecke zwischen Hannover und Berlin für eine umfassende Sanierung durch die Infrastrukturgesellschaft DB InfraGO gesperrt. Die Arbeiten sollen bis Mitte Dezember 2027 dauern. Fernzüge werden über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet, die Fahrt zwischen Berlin und Hannover verlängert sich dadurch um rund 80 Minuten.

Die Sperrung ist Teil des Programms der Generalsanierungen, mit dem die Bahn stark belastete Korridore gebündelt erneuert. Nach dem im September 2025 vom Bund bestätigten Zeitplan sollen diese Arbeiten bis 2036 andauern. Für 2027 sind unter anderem die Abschnitte Rosenheim-Salzburg, Bremerhaven-Bremen und Fulda-Hanau vorgesehen.

Politische Debatte

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) kritisierte im ARD-Fernsehen erneut das Konzept der Korridorsanierungen. Das Versprechen, sanierte Abschnitte liefen anschließend störungsfrei, sei zu oft nicht eingehalten worden. Er kündigte an, bald ein neues Konzept vorzulegen. Palla betont, das Pünktlichkeitsproblem lasse sich nur langfristig lösen. Im Nachhaltigkeitsbericht des Konzerns ist für 2029 eine Pünktlichkeit von mindestens 70 Prozent im Fernverkehr als Ziel festgehalten. Zum Vergleich: Die Österreichischen Bundesbahnen meldeten für 2025 im Fernverkehr 81,6 Prozent bei einer Toleranz von fünf Minuten.

Quellen

Deutsche BahnFernverkehrGeneralsanierungPünktlichkeitStreckensperrung

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Grundlage der genannten Quellen erstellt. Mehr dazu in unseren Redaktionsgrundsätzen.

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