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Gasversorgung

Gasspeicher liegen weit unter dem Füllziel, Netzagentur hält die Versorgung für stabil

Zum gesetzlichen Stichtag am 1. November sind die deutschen Gasspeicher nur zu gut 60 Prozent gefüllt. Die Bundesnetzagentur sieht dennoch keine angespannte Lage, rechnet aber mit niedrigen Ständen am Winterende.

Redaktion Bundesverbraucherblatt2 Min. Lesezeit

Anlagen des Erdgasspeichers Rehden in Niedersachsen mit Schornsteinen hinter einer Wiese
Foto: Axel Hindemith / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Die deutschen Gasspeicher gehen mit einem ungewöhnlich niedrigen Füllstand in den Winter. Nach den jüngsten Daten der Bundesnetzagentur waren sie kurz vor dem gesetzlichen Stichtag am 1. November zu 61,6 Prozent gefüllt, das entspricht 152,4 Terawattstunden Gas. Die Behörde stuft die Versorgung in ihrem Lagebericht vom 30. Oktober dennoch als stabil ein und schätzt die Gefahr einer angespannten Lage weiterhin als gering ein.

Vorgaben werden deutlich verfehlt

Die Gasspeicherfüllstandsverordnung von 2025 schreibt für den 1. November für die meisten Anlagen einen Füllstand von 80 Prozent des Arbeitsgasvolumens vor. Für sechs Speicher, darunter Rehden, Bad Lauchstädt und Uelsen, liegt die Marke wegen ihrer geringeren Ein- und Ausspeicherleistung und ihrer geografischen Lage bei 45 Prozent. Zum 1. Februar sollen die meisten Anlagen noch zu 30 Prozent gefüllt sein, vier weitere Speicher, darunter Bierwang und Breitbrunn, zu 40 Prozent.

Der aktuelle Stand liegt laut Bundesnetzagentur deutlich unter den Werten vergleichbarer Zeiträume der Vorjahre, die täglichen Einspeicherungen waren zuletzt zum Teil gering. Für die sichere Versorgung sei es nicht zwingend, dass die Füllstandsziele zum November erreicht werden, erklärt die Behörde. Sie hält es allerdings für wahrscheinlich, dass die Speicher am Ende des Winters vergleichsweise leer sein werden.

Branche warnte früh vor Engpässen

Die Initiative Energien Speichern (INES) hatte bereits Anfang September auf die schwierige Ausgangslage hingewiesen. Damals waren die Speicher zu rund 53 Prozent gefüllt, dem niedrigsten Wert zu diesem Zeitpunkt seit 15 Jahren. Ein Jahr zuvor hatte der Füllstand bei rund 71 Prozent gelegen. Der Verband hielt bis zum 1. November technisch einen Füllstand von rund 77 Prozent für möglich. Für einen normalen Winter reiche dieses Niveau aus, in einem extrem kalten Winter seien an einzelnen Januartagen dagegen Unterdeckungen von mehr als 25 Prozent denkbar. Der jetzt gemeldete Stand liegt rund 15 Prozentpunkte unter dieser Schätzung.

INES-Geschäftsführer Sebastian Heinermann mahnte damals, die Befüllung müsse sich wirtschaftlich tragen, gebuchte Kapazitäten allein reichten nicht. Der Verband schlug unter anderem eine vollständige Rabattierung der Netzentgelte an Speicheranschlusspunkten, die Abschaffung der Konvertierungsumlage und zusätzliche Ausschreibungen langfristiger Optionen vor. Ein aktualisiertes Szenario will INES am 10. November vorlegen.

Importe und Preise im Blick

In der Woche vom 22. bis 28. Oktober flossen nach Angaben der Bundesnetzagentur 18,3 Terawattstunden Gas über Pipelines nach Deutschland, über die deutschen LNG-Terminals kamen 1,1 Terawattstunden hinzu. Die Terminals waren im Schnitt zu 28,4 Prozent ausgelastet. Die Behörde beobachtet zudem die Entwicklung im Nahen Osten, deren Preiseffekte auf den Weltmärkten auch die europäischen Großhandelspreise beeinflussen.

Für die Wintervorsorge sind nach Darstellung der Bundesnetzagentur grundsätzlich die Gashändler verantwortlich, die sich ausreichend absichern müssen. Seit dem 1. Juli 2025 gilt im Notfallplan Gas die Frühwarnstufe, nachdem das Bundeswirtschaftsministerium die Alarmstufe aufgehoben hatte. Angesichts des weiterhin erhöhten Preisniveaus für Haushaltskunden hält die Behörde einen sparsamen Umgang mit Gas für sinnvoll.

Quellen

BundesnetzagenturEnergiepreiseGasspeicher

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Grundlage der genannten Quellen erstellt. Mehr dazu in unseren Redaktionsgrundsätzen.

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