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Marktcheck

Fertiggerichte mit Hülsenfrüchten: Viel Eiweiß, oft viel Salz, kaum Herkunftsangaben

Die Verbraucherzentralen haben 288 Eintöpfe, Suppen und Fertigmahlzeiten mit Bohnen, Linsen oder Erbsen untersucht. Der Proteingehalt überzeugt meist, beim Salz und bei der Herkunft sehen sie Defizite.

Redaktion Bundesverbraucherblatt2 Min. Lesezeit

Mischung aus getrockneten Bohnen, Erbsen und Linsen in verschiedenen Farben in Nahaufnahme
Foto: Bean appreciator / Wikimedia Commons, CC0

Die Verbraucherzentralen haben in einem bundesweiten Marktcheck 288 Fertiggerichte mit Hülsenfrüchten untersucht und die Ergebnisse in dieser Woche veröffentlicht. Erfasst wurden im Frühjahr 2026 Eintöpfe, Suppen und Fertigmahlzeiten aus dem Handel. Am häufigsten enthielten die Produkte Bohnen, Erbsen und Linsen, gefolgt von Kichererbsen und Sojabohnen.

Große Spannweite beim Hülsenfruchtanteil

Wie viel Hülsenfrüchte tatsächlich in den Gerichten stecken, unterscheidet sich erheblich. Bei manchen Produkten lag der Anteil bei rund einem Prozent, einzelne Fertigmahlzeiten kamen auf bis zu 64 Prozent. Bei 17 Prozent der Produkte war der Anteil nicht genau angegeben.

Beim Eiweiß schnitten die Gerichte überwiegend gut ab. 263 Produkte, das sind 91 Prozent, hätten nach den EU-Vorgaben für nährwertbezogene Angaben mit ihrem Proteingehalt werben dürfen: 117 als Proteinquelle, 146 sogar als proteinreich. Bei den Eintöpfen erreichten drei von vier die Schwelle für proteinreich. Tatsächlich nutzten nur 44 Produkte eine solche Werbeaussage. Fertigmahlzeiten und Suppen mit Fleisch enthielten im Schnitt deutlich mehr Eiweiß als fleischlose Varianten, bei Eintöpfen lagen vegane Produkte nahezu gleichauf.

Angaben zu Ballaststoffen machten 210 Hersteller. Davon erfüllten 103 Produkte die Voraussetzungen für eine Ballaststoffquelle und 22 für ballaststoffreich, Letztere ausschließlich Fertigmahlzeiten. Den Nutri-Score konnten die Verbraucherzentralen für 221 Produkte ermitteln: 32 erhielten ein A, 75 ein B, 113 ein C und eines ein D. Aufgedruckt war die Kennzeichnung nur auf 124 Packungen.

Salzgehalt als Schwachpunkt

Kritisch bewerten die Verbraucherzentralen den Salzgehalt. Im Durchschnitt enthielten die Produkte 0,9 Gramm Salz je 100 Gramm, Eintöpfe 0,95 Gramm. Eine Portion Eintopf von 400 Gramm deckt damit knapp zwei Drittel der Tageshöchstmenge von sechs Gramm, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung als Orientierung nennt. Nach Einschätzung der Verbraucherzentralen könnten die Gerichte mit weniger Salz ernährungsphysiologisch deutlich besser abschneiden.

Herkunft meist unklar

Woher die Hülsenfrüchte stammen, erfahren Käufer selten. Eine Pflicht zur Herkunftsangabe besteht für diese Produkte nicht; bei Bioware genügt die Angabe EU- oder Nicht-EU-Landwirtschaft. Die Verbraucherzentralen fragten bei 62 Herstellern nach, nur sechs antworteten. Danach werden die Rohwaren weltweit eingekauft, mehr als die Hälfte stammt aus EU-Staaten und nur vereinzelt aus Deutschland. In Deutschland angebaute Hülsenfrüchte landen nach Angaben der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt überwiegend im Tierfutter.

In der Gesamtbewertung halten die Verbraucherzentralen die Gerichte wegen ihres Eiweiß- und Ballaststoffgehalts für eine brauchbare Option in der schnellen Küche. Der hohe Salzgehalt und die geringe Transparenz bei der Herkunft stehen einer uneingeschränkt positiven Bewertung jedoch entgegen.

Quellen

FertiggerichteHerkunftskennzeichnungHülsenfrüchteSalzVerbraucherzentrale

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Grundlage der genannten Quellen erstellt. Mehr dazu in unseren Redaktionsgrundsätzen.

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