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Kfz-Versicherung

Wildunfälle kosten Kfz-Versicherer 1,2 Milliarden Euro, Reparaturen werden teurer

Die Zahl der Wildunfälle bleibt mit rund 276.000 nahezu konstant, die Kosten steigen um sieben Prozent. Der GDV macht höhere Preise für Ersatzteile und Werkstattstunden verantwortlich.

Redaktion Bundesverbraucherblatt2 Min. Lesezeit

Ein Reh steht auf einer Wiese am Waldrand bei Neuss in Nordrhein-Westfalen
Foto: Anil Öztas / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Die Kfz-Versicherer in Deutschland haben im Jahr 2025 rund 1,2 Milliarden Euro für Schäden durch Wildunfälle aufgewendet. Das sind etwa sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahlen stammen vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), dem Dachverband der privaten Versicherer, die Nachrichtenagentur dpa-AFX berichtete am Samstag darüber. Die Zahl der Zusammenstöße mit Rehen, Wildschweinen und anderem Haarwild blieb mit rund 276.000 Fällen nahezu unverändert.

Teurere Reparaturen treiben die Kosten

Den Anstieg erklärt der Verband nicht mit mehr Unfällen, sondern mit höheren Kosten je Schadenfall. Im Durchschnitt zahlten die Versicherer für einen Wildschaden zuletzt rund 4.400 Euro und damit etwa 300 Euro mehr als im Vorjahr, als der Wert bei rund 4.100 Euro lag. Die stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach führt dies auf die seit Jahren steigenden Reparaturkosten zurück. Nach Angaben des Verbands verteuern vor allem höhere Preise für Ersatzteile und Werkstattstunden die Instandsetzung beschädigter Fahrzeuge.

Die Bilanz zeigt damit, dass bei Wildunfällen nicht die Zahl der Schadenfälle, sondern ihr Preis die Gesamtkosten bestimmt. Zwischen 2024 und 2025 stieg die Schadensumme von rund 1,12 auf rund 1,2 Milliarden Euro, während die Fallzahl annähernd stabil blieb. Nach Darstellung von Käfer-Rohrbach ist die Häufigkeit der Unfälle damit kaum verändert, die dadurch entstandenen Schäden sind jedoch deutlich teurer geworden. Gemessen an der Fallzahl stieg die durchschnittliche Schadenhöhe binnen eines Jahres um gut sieben Prozent.

Jeden Tag mehr als 750 Zusammenstöße

Rechnerisch kommt es auf deutschen Straßen täglich zu mehr als 750 Wildunfällen, also fast alle zwei Minuten zu einem. Auf das Jahr gerechnet entspricht das den rund 276.000 erfassten Fällen. Besonders hoch ist das Risiko nach Angaben des Verbands im Frühjahr und im Herbst. Die Veröffentlichung der Zahlen fällt damit in eine der beiden Jahreszeiten mit erhöhter Gefahr.

Kasko statt Haftpflicht

Für die Versicherten ist von Bedeutung, über welche Sparte Wildschäden abgewickelt werden. Schäden am eigenen Fahrzeug durch Haarwild übernimmt nach Angaben des GDV die Teil- oder Vollkaskoversicherung. Eine gesonderte Wildunfallversicherung ist nach Einschätzung des Verbands in der Regel nicht erforderlich. Zusatzpolicen, die eigens für diese Schadenart angeboten werden, hält der GDV damit für entbehrlich, sofern ein Kaskoschutz besteht. Ein Wildunfall wirkt sich zudem nicht auf den Schadenfreiheitsrabatt aus.

Zur Vermeidung von Unfällen verweist der Verband auf Warnschilder, eine angepasste Geschwindigkeit und den Verzicht auf riskante Ausweichmanöver. Verletzte oder getötete Tiere sollen nach einem Zusammenstoß nicht berührt werden. Für die Bergung sind nach Angaben des GDV der zuständige Förster oder Jagdpächter verantwortlich.

Quellen

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Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Grundlage der genannten Quellen erstellt. Mehr dazu in unseren Redaktionsgrundsätzen.

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