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Bestattungswesen

Weniger Sozialbestattungen, höhere Friedhofsgebühren: Destatis legt Zahlen vor

Die Sozialhilfeträger übernahmen 2025 deutlich seltener die Kosten einer Bestattung als vor zehn Jahren. Bestattungsleistungen und Friedhofsgebühren verteuerten sich stärker als die Verbraucherpreise.

Redaktion Bundesverbraucherblatt2 Min. Lesezeit

Backsteinkapelle auf dem Trierer Hauptfriedhof zwischen Bäumen und Rasenflächen
Foto: Berthold Werner / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Die Sozialhilfeträger in Deutschland haben im vergangenen Jahr deutlich seltener die Kosten einer Bestattung übernommen als vor einem Jahrzehnt. Das geht aus Zahlen hervor, die das Statistische Bundesamt am Montag veröffentlicht hat. Danach erhielten 2025 rund 15.400 Angehörige oder Erben eine Kostenübernahme für eine sogenannte Sozialbestattung, 2015 waren es noch etwa 23.400. Zugleich stiegen die Preise für Bestattungsleistungen und Friedhofsgebühren schneller als die Lebenshaltungskosten insgesamt.

Ausgaben für Sozialbestattungen gesunken

Die Bruttoausgaben der Sozialhilfeträger für Bestattungen beliefen sich 2025 auf 51,6 Millionen Euro. Das waren 16,3 Prozent weniger als 2015, als 61,7 Millionen Euro aufgewendet wurden. Der Rückgang fällt in eine Zeit, in der die Zahl der Sterbefälle gestiegen ist: 2025 starben in Deutschland rund eine Million Menschen, 9 Prozent mehr als 2015 mit rund 925.000 Todesfällen. Rechnerisch stiegen damit die durchschnittlichen Bruttoausgaben je Kostenübernahme von rund 2.640 Euro im Jahr 2015 auf rund 3.350 Euro im Jahr 2025, ein Plus von gut einem Viertel. Die Mitteilung der Behörde schlüsselt die Gründe für den Rückgang der Kostenübernahmen nicht auf.

Gebühren steigen schneller als die Inflation

Bei den Preisen zeigt die Statistik eine deutliche Entwicklung. Bestattungsleistungen und Friedhofsgebühren verteuerten sich 2025 gegenüber dem Vorjahr um 3,2 Prozent. Särge, Urnen, Grabsteine und andere Bestattungsartikel kosteten 1,9 Prozent mehr. Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im selben Zeitraum um 2,2 Prozent.

Die Städte und Gemeinden in den Flächenländern nahmen 2024 insgesamt 951,9 Millionen Euro an Friedhofs- und Bestattungsgebühren ein. Das waren 2,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor mit 929,8 Millionen Euro und 34,1 Prozent mehr als 2014, als die Einnahmen bei 710,1 Millionen Euro lagen. Die Friedhöfe in Deutschland umfassten 2024 rund 38.500 Hektar und damit etwa 0,1 Prozent der Bodenfläche. Hinzu kamen rund 2.500 Hektar Flächen für Waldbestattungen.

Ein Handwerk mit vielen Minijobs

Im Bestattungshandwerk arbeiteten 2024 rund 32.000 Menschen in etwa 4.200 Unternehmen, die zusammen einen Umsatz von 2,37 Milliarden Euro erzielten. Auffällig ist der hohe Anteil geringfügiger Beschäftigung: 41,9 Prozent der Tätigen waren geringfügig entlohnt, im Handwerk insgesamt lag der Anteil bei 21,1 Prozent.

Der Nachwuchs wächst dagegen. Ende 2025 befanden sich 900 Menschen in der Ausbildung zur Bestattungsfachkraft, so viele wie nie zuvor. 2015 waren es 430. Der Beruf ist zudem weiblicher geworden: 61 Prozent der Auszubildenden waren Frauen, vor zehn Jahren lag ihr Anteil bei 46 Prozent.

Den rechtlichen Rahmen setzen die Bestattungsgesetze der Länder, die unter anderem die Bestattungspflicht und den Friedhofszwang regeln. Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein haben die traditionellen Vorgaben nach Angaben des Bundesamts inzwischen gelockert.

Quellen

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Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Grundlage der genannten Quellen erstellt. Mehr dazu in unseren Redaktionsgrundsätzen.

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