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Unfallstatistik

Männer stellen fast drei Viertel der Verkehrstoten, Destatis legt Zahlen für 2025 vor

Je schwerer die Unfallfolgen, desto höher der Männeranteil. Bei den 15- bis 20-Jährigen starben im vergangenen Jahr fünfmal so viele junge Männer wie junge Frauen im Straßenverkehr.

Redaktion Bundesverbraucherblatt2 Min. Lesezeit

Die Bundesautobahn 9 in einer weiten Landschaft unter hellem Himmel
Foto: Flocci Nivis / Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Männer verunglücken im Straßenverkehr häufiger und schwerer als Frauen. Das zeigt eine Auswertung für das Jahr 2025, die das Statistische Bundesamt am Montag zum Weltmännertag am 3. November veröffentlicht hat. Von den Verunglückten waren 217.000 oder 58,2 Prozent männlich und 156.100 oder 41,8 Prozent weiblich. Unter den Getöteten lag der Männeranteil bei 73,6 Prozent.

Der Anteil wächst mit der Schwere

Bei den Leichtverletzten stellten Männer 57,1 Prozent, bei den Schwerverletzten 64,0 Prozent. Auf 100.000 Einwohner kamen 526 verunglückte Jungen und Männer sowie 369 verunglückte Mädchen und Frauen, also rund ein Drittel mehr. Bei den tödlich Verunglückten waren es etwa fünf Männer und zwei Frauen je 100.000 Einwohner.

Besonders ausgeprägt ist der Unterschied bei jungen Menschen, die insgesamt als besonders unfallgefährdet gelten. In der Altersgruppe von 15 bis 20 Jahren verunglückten 28.631 junge Männer und 16.789 junge Frauen. Das sind 70,5 Prozent mehr. Getötet wurden 161 junge Männer und 32 junge Frauen.

Unterschiedliche Verkehrsmittel

Das Bundesamt führt die Abstände unter anderem darauf zurück, dass Männer insgesamt stärker am Straßenverkehr teilnehmen und häufiger Verkehrsmittel mit schwereren Unfallfolgen nutzen. Das Auto war bei beiden Geschlechtern das häufigste Verkehrsmittel der Verunglückten, bei Frauen mit 55,2 Prozent jedoch deutlich öfter als bei Männern mit 40,6 Prozent. Von den verunglückten Männern im Pkw saßen 79,5 Prozent selbst am Steuer, bei den Frauen 66,2 Prozent. Auf Krafträdern waren 10,8 Prozent der verunglückten Männer unterwegs, aber nur 3,0 Prozent der Frauen. Auf dem Fahrrad verunglückten 28,3 Prozent der Männer und 23,0 Prozent der Frauen, zu Fuß 6,4 und 8,9 Prozent.

Wer den Unfall verursacht

Unter allen an Unfällen mit Personenschaden Beteiligten wertete die Polizei 56,1 Prozent der Männer und 50,4 Prozent der Frauen als Hauptverursacher. Bei Autofahrern lagen die Anteile bei 58,9 und 53,8 Prozent, bei Radfahrern bei 52,8 und 48,4 Prozent, bei E-Scooter-Fahrern bei 65,3 und 61,4 Prozent. Nur auf Krafträdern kehrt sich das Bild um: Frauen waren dort seltener beteiligt, trugen aber häufiger die Hauptschuld, nämlich zu 61,9 Prozent gegenüber 57,4 Prozent bei den Männern. Als Hauptverursacher gilt, wem die Polizei die Hauptschuld zuschreibt.

Die häufigste von der Polizei festgestellte Unfallursache war bei beiden Geschlechtern ein Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren oder Anfahren, bei Männern mit 14,4 und bei Frauen mit 17,6 Prozent. Bei Männern folgen zu geringer Abstand mit 13,2 und nicht angepasste Geschwindigkeit mit 12,9 Prozent, bei Frauen das Missachten der Vorfahrt mit 16,4 und mangelnder Abstand mit 12,9 Prozent. Nicht angepasste Geschwindigkeit spielte bei Frauen mit 9,6 Prozent eine geringere Rolle. Alkohol oder Drogen waren bei 6,8 Prozent der Männer und 2,4 Prozent der Frauen im Spiel. Die Polizei kann je Unfall mehrere Fehlverhalten erfassen, sodass nicht jeder Unfall auf einen einzigen Grund zurückgeht. Aus den Ursachen schließt das Bundesamt auf ein vorsichtigeres Verhalten von Frauen.

Quellen

DestatisVerkehrssicherheitVerkehrsunfälle

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Grundlage der genannten Quellen erstellt. Mehr dazu in unseren Redaktionsgrundsätzen.

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