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Arbeitsmarkt

Schwache Herbstbelebung: Im Oktober sind 2,955 Millionen Menschen arbeitslos

Die Arbeitslosigkeit ist im Oktober nur wenig gesunken, saisonbereinigt stieg sie leicht. Auch das Statistische Bundesamt meldet eine stagnierende Erwerbstätigkeit.

Redaktion Bundesverbraucherblatt2 Min. Lesezeit

Hochhaus der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit an der Regensburger Straße in Nürnberg
Foto: Aarp65 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Oktober 2026 um 40.000 auf 2.955.000 gesunken. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am 30. Oktober in Nürnberg mit. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 6,3 Prozent zurück. Um jahreszeitliche Schwankungen bereinigt stieg die Arbeitslosigkeit dagegen um 4.000. Gegenüber dem Oktober des Vorjahres waren 44.000 Menschen mehr ohne Arbeit, die Quote lag um 0,1 Punkte höher.

Nahles sieht keine ausreichenden Impulse

Die Vorstandsvorsitzende der BA, Andrea Nahles, nannte den Rückgang der Arbeitslosigkeit im Oktober vergleichsweise schwach. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen reichten für eine Besserung am Arbeitsmarkt weiterhin nicht aus, sagte sie bei der monatlichen Pressekonferenz der Behörde. Die BA überschrieb ihren Monatsbericht mit dem Befund, die Herbstbelebung bleibe schwach.

Die Unterbeschäftigung, die neben den Arbeitslosen auch Teilnehmer arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen und kurzfristig Arbeitsunfähige erfasst, lag bei 3.592.000. Saisonbereinigt waren das 9.000 weniger als im Vormonat, im Vorjahresvergleich aber 28.000 mehr. Konjunkturelles Kurzarbeitergeld erhielten nach vorläufigen, hochgerechneten Daten für August 98.000 Beschäftigte. Das waren 20.000 weniger als im Juli und rund 66.000 weniger als ein Jahr zuvor. Im längerfristigen Vergleich bezeichnet die BA den Wert als weiterhin etwas erhöht.

Weniger sozialversicherungspflichtige Jobs als vor einem Jahr

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stieg nach der Hochrechnung der BA im August saisonbereinigt um 14.000. Mit 34,87 Millionen lag sie aber um 45.000 unter dem Vorjahresniveau. Das Statistische Bundesamt (Destatis) zeichnet in seiner ebenfalls am 30. Oktober veröffentlichten Erwerbstätigenrechnung ein ähnliches Bild. Im September waren rund 45,60 Millionen Menschen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Saisonbereinigt änderte sich die Zahl gegenüber August mit einem Minus von 4.000 kaum, binnen Jahresfrist sank sie um 211.000 oder 0,5 Prozent. Von Januar bis August war die bereinigte Erwerbstätigkeit im Schnitt um 19.000 Personen pro Monat zurückgegangen.

Ohne Saisonbereinigung nahm die Zahl der Erwerbstätigen im September um 172.000 zu. Destatis ordnet diesen Anstieg als übliche Herbstbelebung ein, die etwa dem Durchschnitt der Septembermonate der Jahre 2023 bis 2025 entspreche.

Erwerbslosenquote nach internationaler Abgrenzung bei 4,1 Prozent

Nach den Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung, die Erwerbslosigkeit nach den Kriterien der Internationalen Arbeitsorganisation misst, waren im September rund 1,79 Millionen Menschen erwerbslos. Das waren 6.000 weniger als ein Jahr zuvor. Die Erwerbslosenquote lag bei 4,1 Prozent nach 4,0 Prozent im Vorjahresmonat. Saison- und irregulär bereinigt stieg die Zahl der Erwerbslosen gegenüber August um 7.000 auf 1,77 Millionen, die bereinigte Quote blieb unverändert bei 4,1 Prozent.

Quellen

ArbeitslosigkeitArbeitsmarktBundesagentur für Arbeit

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Grundlage der genannten Quellen erstellt. Mehr dazu in unseren Redaktionsgrundsätzen.

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