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Arbeitskosten

Eine Arbeitsstunde kostet in Hamburg 13 Euro mehr als in Mecklenburg-Vorpommern

Destatis hat die Arbeitskosten 2024 nach Ländern und Branchen ausgewertet. Das Gefälle ist groß, und die Kosten der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall haben sich je Vollzeitkraft seit 2008 mehr als verdoppelt.

Redaktion Bundesverbraucherblatt2 Min. Lesezeit

Backsteinspeicher und Fleet in der Hamburger Speicherstadt an einem sonnigen Tag
Foto: Dietmar Rabich / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Arbeit ist in Deutschland je nach Bundesland sehr unterschiedlich teuer. Das Statistische Bundesamt hat am 5. November 2026 Ergebnisse zu den Arbeitskosten des Jahres 2024 vorgelegt. Danach kostete eine geleistete Arbeitsstunde die Arbeitgeber im Bundesdurchschnitt 44,32 Euro. Am höchsten lagen die Arbeitskosten in Hamburg mit 49,41 Euro, am niedrigsten in Mecklenburg-Vorpommern mit 36,40 Euro.

Drei Gruppen von Ländern

Hinter Hamburg folgt Hessen mit 47,83 Euro je Stunde. Am unteren Ende liegt Sachsen-Anhalt mit 36,53 Euro knapp vor Mecklenburg-Vorpommern. Die Statistiker unterscheiden drei Gruppen. Die ostdeutschen Länder und Schleswig-Holstein lagen unter 40 Euro. Im Mittelfeld zwischen rund 42,50 und 44,15 Euro bewegten sich das Saarland, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Die höchsten Werte erreichten Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und die Stadtstaaten, von 45,03 Euro in Bremen bis 49,41 Euro in Hamburg.

Zwischen dem teuersten und dem günstigsten Land liegen damit rund 13 Euro je Stunde. Die Erhebung zeigt weiterhin ein deutliches Gefälle zwischen Ost und West. Mit Schleswig-Holstein bleibt allerdings auch ein westdeutsches Flächenland unter der Marke von 40 Euro, während sich die Stadtstaaten geschlossen in der Spitzengruppe finden.

Gastronomie unten, Luftfahrt oben

Noch größer sind die Unterschiede zwischen den Branchen. Am wenigsten kostete eine Arbeitsstunde in der Gastronomie mit 25,73 Euro, im Beherbergungsgewerbe mit 26,68 Euro sowie in der Gebäudebetreuung und im Garten- und Landschaftsbau mit 27,34 Euro. An der Spitze standen die Personenbeförderung in der Luftfahrt mit 83,78 Euro, die Tabakverarbeitung mit 75,82 Euro, die Kokerei und Mineralölverarbeitung mit 74,40 Euro sowie der Kohlenbergbau mit 73,75 Euro. In der Luftfahrt war eine Arbeitsstunde damit mehr als dreimal so teuer wie in der Gastronomie.

Bezogen auf den Bundesdurchschnitt von 44,32 Euro lag Hamburg gut fünf Euro darüber, Mecklenburg-Vorpommern knapp acht Euro darunter. Eine Stunde Arbeit war in der Hansestadt damit gut ein Drittel teurer als im Nordosten des Landes.

Entgeltfortzahlung gewinnt an Gewicht

An der Zusammensetzung der Arbeitskosten hat sich seit 2008 kaum etwas verändert. Rund 76 Prozent entfielen 2024 auf die Bruttoverdienste, etwa 23 Prozent auf die Sozialbeiträge der Arbeitgeber. Deutlich gewachsen ist dagegen ein einzelner Posten. Der Anteil der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall an den Arbeitskosten stieg zwischen 2008 und 2024 von 2,7 auf 3,6 Prozent. Je Vollzeitbeschäftigtem haben sich die Aufwendungen dafür mehr als verdoppelt, von 1.262 Euro auf 2.677 Euro.

Die Zahlen dürften in der Debatte über Lohnnebenkosten und krankheitsbedingte Ausfälle eine Rolle spielen. Über die Ursachen der Entwicklung trifft die Auswertung selbst keine Aussage. Ob mehr Krankheitstage, höhere Verdienste oder veränderte Meldepraxis dahinterstehen, lässt sich aus den Arbeitskostendaten allein nicht ablesen.

Quellen

ArbeitskostenDestatisEntgeltfortzahlung

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Grundlage der genannten Quellen erstellt. Mehr dazu in unseren Redaktionsgrundsätzen.

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