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Rückruf

Listerien in Weichkäse: Schweiz weitet Warnung aus, Rückrufe auch in Deutschland

Die Schweizer Lebensmittelbehörde hat ihre Warnung vor Käse zweier Hersteller am 3. November erneut erweitert. In Deutschland betreffen Rückrufe Mini-Brie und Bonaparte Classic bei Rewe.

Redaktion Bundesverbraucherblatt2 Min. Lesezeit

Angeschnittener runder Weichkäse mit weißer Rinde und cremigem Teig auf einer Holzunterlage
Foto: Myrabella / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Das Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat am 3. November 2026 seine Warnung vor Listerien in Weichkäse der Hersteller Eberle Spezialitäten AG und Strähl Käse AG ausgeweitet. Es ist bereits der zweite Nachtrag nach Warnungen vom 27. und 29. Oktober. Auch in Deutschland haben beide Unternehmen beziehungsweise ihre Vertriebspartner Ware zurückgerufen, teils bundesweit.

Ältere Charge ebenfalls belastet

Nach Angaben des BLV wurden in mehreren Weichkäsen beider Betriebe Listerien nachgewiesen. Weitere Untersuchungen hätten gezeigt, dass bereits eine ältere Charge verunreinigt war. Die Unternehmen nahmen die Produkte aus dem Verkauf und starteten einen Rückruf. In der Schweiz wurden die Käse unter anderem bei Coop, Migros und Volg verkauft. Auf dem Schweizer Rückrufportal ist zudem seit dem 2. November ein Eintrag zu weiteren Chargen von gefülltem Minibrie und Brie-Torten von Eberle verzeichnet.

Betroffene Ware in Deutschland

In Deutschland wurden Mini-Brie von Eberle in Packungen zu 150 Gramm in den Sorten Nuss, Schnittlauch, Trüffel und Chili zurückgerufen. Betroffen sind die Mindesthaltbarkeitsdaten 13. und 20. November 2026, wobei die Sorte Chili nur mit dem späteren Datum genannt wird. Vertrieben wurde der Käse durch die Heiderbeck GmbH im bayerischen Olching und bundesweit über Filialen verschiedener Einzelhändler verkauft. Welche Ketten das sind, nennt die Unternehmensmitteilung nach Medienberichten nicht.

Getrennt davon hat die Strähl Käse AG den Weichkäse Bonaparte Classic zurückgerufen, der vom 8. bis einschließlich 28. Oktober an Frischetheken von Rewe verkauft wurde, und zwar in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Die Unternehmen raten vom Verzehr ab. Die Ware kann nach den Mitteilungen in den Märkten zurückgegeben werden, der Kaufpreis wird erstattet.

Gefahr für Risikogruppen

Bei gesunden Menschen verläuft eine Infektion mit Listeria monocytogenes meist mild oder ohne Symptome. Nach Angaben des BLV können Neugeborene, Kleinkinder, ältere Menschen, Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem jedoch schwer erkranken, in Einzelfällen tödlich. Bei Schwangeren kann die Infektion zu einer Fehlgeburt führen, das Kind kann mit einer Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung zur Welt kommen.

Beschwerden wie Durchfall und Fieber treten den Berichten zufolge meist innerhalb von 14 Tagen auf, bei Schwangeren kann es länger dauern. Das BLV empfiehlt, die betroffenen Produkte nicht zu essen und bei Unsicherheit nach dem Verzehr ärztlichen Rat einzuholen.

Was bislang unklar ist

Ob die jüngste Erweiterung aus der Schweiz auch zusätzliche Ware in Deutschland betrifft, geht aus den vorliegenden Mitteilungen nicht hervor. Die deutschen Rückrufe sind bislang in Medienberichten dokumentiert, die sich auf Mitteilungen der Unternehmen stützen. Eine eigene Warnung einer deutschen Behörde wird darin nicht genannt. Angaben zu Erkrankungen im Zusammenhang mit den Produkten enthält keine der Mitteilungen.

Quellen

LebensmittelsicherheitListerienRückruf

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Grundlage der genannten Quellen erstellt. Mehr dazu in unseren Redaktionsgrundsätzen.

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