Gesundheitsmonitoring
RKI: Nur gut die Hälfte der Erwachsenen schläft so lange wie empfohlen
Neue Auswertungen des Robert Koch-Instituts zeigen: Nur 51,6 Prozent der Erwachsenen erreichen die empfohlene Schlafdauer. Fast jeder Zweite hält mindestens einmal pro Woche Mittagsschlaf.

Das Robert Koch-Institut hat am 4. November 2026 neue Auswertungen zum Schlafverhalten der Erwachsenen in Deutschland veröffentlicht. Danach erreichen nur 51,6 Prozent der Befragten über die gesamte Woche hinweg die empfohlene Schlafdauer. Die Ergebnisse erscheinen im Journal of Health Monitoring, das „Schlaf und Gesundheit“ in diesem Jahr als Schwerpunktthema behandelt.
Ältere erreichen die Empfehlung am seltensten
Grundlage ist die Studie Gesundheit in Deutschland aktuell, kurz GEDA 2023. Für die Auswertung zur Schlafdauer wurden zwischen Mai 2023 und Februar 2024 mehr als 7.300 Menschen telefonisch befragt. Als Maßstab dienen Empfehlungen von sieben bis neun Stunden pro Nacht für 18- bis 64-Jährige und von sieben bis acht Stunden für Menschen ab 65 Jahren. Für Jüngere gilt damit ein Korridor von zwei Stunden, für Ältere einer von einer Stunde, wobei die Untergrenze für beide Gruppen gleich ist.
Am seltensten erreichen ältere Erwachsene ab 65 Jahren die empfohlene Dauer, und zwar an Werktagen, am Wochenende und im Wochenverlauf insgesamt. Zudem zeigt sich ein Bildungsgefälle. Menschen mit höherer Bildung schlafen im Durchschnitt länger und erfüllen die Empfehlungen häufiger. Wer an Werktagen spätestens um 22 Uhr zu Bett geht, erreicht die empfohlene Schlafdauer mit höherer Wahrscheinlichkeit.
Mittagsschlaf ist weit verbreitet
Eine zweite Auswertung auf Basis von knapp 8.000 Teilnehmenden der GEDA-Studie befasst sich mit dem Mittagsschlaf. Danach schlafen 45,3 Prozent der Erwachsenen mindestens einmal pro Woche tagsüber. Am häufigsten ist ein Mittagsschlaf an ein bis zwei Tagen pro Woche, gefolgt vom täglichen Nickerchen. Ein Viertel derjenigen, die wöchentlich mittags schlafen, ruht dabei 60 Minuten oder länger.
Lange Tagschlafphasen werden mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz und Depressionen in Verbindung gebracht. Das RKI weist zugleich auf eine methodische Grenze hin. Die Befragung kann nicht unterscheiden, ob die Teilnehmenden tatsächlich geschlafen oder lediglich ruhig gelegen haben.
Klimapolitik und psychische Gesundheit
In derselben Ausgabe erscheint ein systematisches Review einer Forschungsgruppe unter Leitung der Universität Freiburg und der Freien Universität Berlin. Es untersucht, ob Klimaschutzmaßnahmen neben ihrem eigentlichen Zweck auch psychosoziale Vorteile mit sich bringen. Maßnahmen wie eine geringere Luftverschmutzung, Umweltsteuern oder mehr naturnahe Gestaltung in Städten standen danach im Zusammenhang mit höherem Wohlbefinden, besserer psychischer Gesundheit und stärkerem sozialem Zusammenhalt.
Wie groß die Effekte ausfielen, hing teils davon ab, wie stark sich Umwelt und körperliche Gesundheit verbesserten. Zudem unterschieden sie sich nach sozioökonomischem Status, Alter und Umfeld, etwa in Schulen oder im Vergleich von Stadt und Land.
Bereits im August hatte das Journal den Anteil der Menschen untersucht, die weniger als sieben Stunden pro Nacht schlafen.
Quellen
PräventionRobert Koch-InstitutSchlaf
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Grundlage der genannten Quellen erstellt. Mehr dazu in unseren Redaktionsgrundsätzen.



