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Altersvorsorge

Bankenverband-Umfrage: Mehrheit hält Aktien für geeignet, viele schieben die Vorsorge auf

65 Prozent sehen Wertpapiere als gute Altersvorsorge, unter den Jungen sind es 77 Prozent. Zugleich haben sich 64 Prozent der 16- bis 24-Jährigen noch nicht ernsthaft damit befasst.

Redaktion Bundesverbraucherblatt2 Min. Lesezeit

Bronzeskulpturen von Bulle und Bär vor der Frankfurter Börse, dahinter Bäume und eine Straßenlaterne
Foto: Eva K. / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.5

Knapp zwei Drittel der Menschen in Deutschland halten Aktien und andere Wertpapiere für eine gute oder sehr gute Form der privaten Altersvorsorge. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die das Marktforschungsinstitut Infas Quo im Auftrag des Bundesverbands deutscher Banken unter knapp 2.200 Menschen erhoben hat. Die Ergebnisse berichtete die Nachrichtenagentur dpa-AFX am Samstag. Befragt wurde von Ende Juni bis Mitte Juli. Der Wert liegt bei 65 Prozent, unter den 16- bis 24-Jährigen sogar bei 77 Prozent.

Tagesgeld knapp vor Wertpapieren

Bei den tatsächlich genutzten Anlageformen liegt das Tagesgeld mit 44 Prozent knapp vor den Wertpapieren mit 41 Prozent. Bei den Jüngeren stehen Wertpapiere bereits an erster Stelle, in den mittleren Altersgruppen sind Lebensversicherungen und Bausparverträge verbreitet. Das am häufigsten genannte Anlagemotiv bleibt auch unter jungen Befragten die Sicherheit.

Die Umfrage passt zu den Zahlen des Deutschen Aktieninstituts, das für 2025 rund 14,1 Millionen Besitzer von Aktien, Aktienfonds oder ETF in Deutschland ausweist. Das sind fast zwei Millionen mehr als im Jahr zuvor.

Offenheit ohne Planung

Die Offenheit für den Kapitalmarkt schlägt sich allerdings nicht überall in konkreter Vorsorge nieder. 64 Prozent der jungen Befragten und 27 Prozent der noch berufstätigen über 60-Jährigen haben sich nach eigenen Angaben noch nicht ernsthaft mit ihrer Altersvorsorge befasst. Regelmäßig um ihre Finanzplanung kümmern sich 45 Prozent der Seniorinnen und Senioren, aber nur 24 Prozent der 16- bis 24-Jährigen. Der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands, Heiner Herkenhoff, wertete das Ergebnis als Hinweis darauf, dass viele das Thema zu lange vor sich herschieben.

Wer nicht in Aktien anlegt, nennt vor allem fehlendes Geld (29 Prozent), die Angst vor Verlusten (21 Prozent) und fehlendes Wissen (18 Prozent). Vier von zehn Befragten interessieren sich stark oder sehr stark für Wirtschafts- und Finanzthemen, weitere 34 Prozent zumindest etwas, wobei die Unterschiede zwischen den Generationen gering ausfallen. 52 Prozent trauen sich zu, sich in Geldfragen gut auszukennen. Unter den Jungen sagen 45 Prozent, sie verstünden die Börse.

Wie die Zahlen einzuordnen sind

Die Erhebung ist eine Befragung zu Einstellungen und Selbsteinschätzungen, sie misst weder die Höhe der Ersparnisse noch die Wirkung einzelner Vorsorgeformen. Auftraggeber ist zudem ein Verband, dessen Mitglieder Wertpapiergeschäfte anbieten und an einer stärkeren Kapitalmarktorientierung ein eigenes Interesse haben. Fragebogen und vollständige Tabellen lagen der Redaktion nicht vor, die Angaben stützen sich auf den Agenturbericht. Auch der Befragungszeitraum liegt bereits einige Monate zurück. Aussagen darüber, wie gut die Befragten tatsächlich vorsorgen, lassen sich aus den Werten daher nicht ableiten.

Quellen

AktienAltersvorsorgeBankenverband

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Grundlage der genannten Quellen erstellt. Mehr dazu in unseren Redaktionsgrundsätzen.

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