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Investitionsgipfel

Investitionsgipfel in Berlin: Bundesregierung schließt KI-Absichtserklärung mit Nvidia

Zum Auftakt des Invest in Germany Summit haben Wirtschafts- und Forschungsministerium eine Absichtserklärung mit Nvidia unterzeichnet. Die Regierung will rund 200 Konzernchefs für private Investitionen gewinnen.

Redaktion Bundesverbraucherblatt2 Min. Lesezeit

Das Bundeskanzleramt in Berlin an der Spree im Regierungsviertel bei Tageslicht
Foto: Michielverbeek / Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Die Bundesregierung hat am Montagabend in Berlin einen zweitägigen Investitionsgipfel eröffnet und dabei eine Absichtserklärung mit dem US-Chipkonzern Nvidia unterzeichnet. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) trat zum Auftakt des Invest in Germany Summit gemeinsam mit Nvidia-Chef Jensen Huang auf. Nach Angaben des Kanzleramts nehmen rund 200 Vorstandschefs aus dem In- und Ausland teil.

Kooperation für industrielle KI

Unterzeichnet wurde die Erklärung vom Wirtschafts- und vom Forschungsministerium. Im Mittelpunkt steht sogenannte Physical AI, also künstliche Intelligenz für Maschinen, die mit ihrer Umgebung interagieren. Genannt werden Roboter, autonome Fahrzeuge und automatisierte Produktionsanlagen. Nvidia soll seine bestehende Zusammenarbeit mit deutschen Partnern ausbauen. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung spezialisierter, offener Modelle für die Industrie, die auf deutschen Industriedaten, Fertigungskompetenz und Ingenieurwissen aufbauen.

Finanzielle Volumina, konkrete Projekte oder eine Laufzeit wurden nicht genannt. Im Vorfeld hatte es geheißen, die Regierung erwäge staatliche Mittel im Millionenbereich und eine Beteiligung deutscher Unternehmen. Die Erklärung knüpft an Pläne an, die die Regierung im Juni 2025 mit einer Industrial AI Cloud von mindestens 10.000 Grafikprozessoren vorgestellt hatte.

Privates Kapital als Ziel

Mit dem Gipfel will die Bundesregierung internationale Geldgeber gewinnen und langfristig an den Standort binden. Schwerpunkte sind Energie, künstliche Intelligenz und Halbleiter, Rechenzentren, Verteidigung sowie die Verkehrs- und Netzinfrastruktur, insbesondere der Ausbau der Stromnetze. Merz verwies auf das Sondervermögen von 500 Milliarden Euro und auf geplante Sozialreformen. Ergänzen soll diese Mittel ein staatlicher Deutschlandfonds über 30 Milliarden Euro, der als Finanzierungs- und Absicherungsinstrument private Investitionen anschieben soll. Als weitere Hebel nennt die Regierung Bürokratieabbau, eine Rechenzentrumsstrategie, kürzere Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie eine kapitalgedeckte Komponente in der Altersvorsorge. Die bundeseigene Autobahngesellschaft soll zudem Kredite aufnehmen dürfen.

Aus Regierungskreisen hieß es, mit öffentlichem Geld allein lasse sich das Land nicht modernisieren. Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) betonte, die Regierung investiere und konsolidiere zugleich. Am Konferenztag ist ein großer Teil des Kabinetts vertreten. Persönlicher Beauftragter des Kanzlers für Investitionen ist der frühere Commerzbank-Chef Martin Blessing.

Investitionslücke und Kritik

Hintergrund ist eine anhaltende Investitionsschwäche. Nach Berechnungen von Allianz Research sanken die Gesamtinvestitionen in Deutschland von 2019 bis 2025 um 6,4 Prozent, während sie im übrigen Euroraum um 6,7 Prozent und in den Vereinigten Staaten um 20,2 Prozent stiegen. Als Hemmnisse gelten hohe Energiekosten, die Steuer- und Abgabenlast sowie Bürokratie. Ökonomen wie Marcel Fratzscher sehen die strukturellen Probleme der Wirtschaft trotz besserer Prognosen noch nicht gelöst.

Die Linke hielt parallel eine eigene Fachkonferenz ab. Die Finanzpolitikerin Lizzy Schubert warf der Regierung vor, weitreichende Forderungen großer Investoren zu erfüllen, ohne die Folgen zu bedenken. Sie verwies auf die gescheiterte Intel-Ansiedlung in Sachsen-Anhalt als Beleg dafür, dass Partnerschaften mit einzelnen Konzernen keine Industriepolitik ersetzten. Innerhalb der Koalition aus Union und SPD bleibt zudem die Rentenreform umstritten, auf die die Regierung auch gegenüber Investoren setzt.

Quellen

BundesregierungDeutschlandfondsInvestitionsgipfelKünstliche IntelligenzNvidiaStandort

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Grundlage der genannten Quellen erstellt. Mehr dazu in unseren Redaktionsgrundsätzen.

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